Lernen in außerschulischen Settings 

 
Gegenstand des beschriebenen Evaluationsprojekts ist die wissenschaftliche Begleitung der Maßnahme teutolab (in dem Grundschulkinder an die Chemie herangeführt werden) aus lern- und motivationspsychologischer Perspektive.
Das teutolab versteht sich als außerschulischer Lernort (= Lernort Labor (LOLA)).
Das übergeordnete Ziel der Maßnahme Lernort Labor/LOLA und des Pilotprojekts teutolab besteht in der Notwendigkeit, Kinder und Jugendliche nachhaltig für die Naturwissenschaft Chemie und das entsprechende Schulfach zu interessieren.

Der summativen Evaluation im Teilprojekt "Analyse motivationaler und lernpsychologischer Effekte des Lernens im teutolab" geht es um die Beantwortung der mit dieser Zielsetzung eng verbundenen Fragen:
 
  • Welche Effekte hat der Besuch des teutolab auf das Interesse, die Motivation und die Wissensbestände der Schülerinnen und Schüler?
 
  • Wie langfristig sind die motivationalen Effekte des Besuchs im teutolab?
 
  • Sind die für den Lernort Labor typischen, von den Schülerinnen und Schülern selbstgesteuerten experimentellen Aktivitäten geeignet, die bekannten geschlechtsbezogenen Unterschiede im Interesse an den Naturwissenschaften auszugleichen?
 
  • Wie wirkt sich der Lernort Labor im Vergleich zum "normalen" Schulunterricht ähnlichen Inhalts auf die motivationalen Variablen aus?
 
  • Welche spezifischen Wirkungen ergeben sich für unterschiedliche Altersgruppen (Primarstufe, Sekundarstufen I und II)?
 
  • Wie beurteilen Lehrerinnen und Lehrer die Zweckmäßigkeit des Lernorts Labor?
 
  • Wie lassen sich die Erfahrungen in den "normalen" Unterricht integrieren?

 

Für die Beantwortung dieser Fragestellungen ist eine Kombination aus quer- und längsschnittlichen Fragebogenstudien und experimentellem Vorgehen vorgesehen.

 

Publikationen

 

Brandt, A., Möller, J. & Kohse-Höinghaus, K. (2008). Was bewirken außerschulische Experimentierlabors? Ein Kontrollgruppenexperiment mit Follow up-Erhebung zu Effekten auf Selbstkonzept und Interesse. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 22, 5-12.